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Hier haben wir alle Informationen zusammengetragen, die wir für unsere Arbeit an Fragen zur Lyme-Borreliose gebraucht haben. Einige wesentliche Aufsätze haben wir ins Deutsche übersetzt, ebenso einen großen Teil der Hilfen zur Bewertung der diagnostischen Methoden. Lose Einzelheiten haben wir im Lexikon gesammelt.
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Neuigkeiten - Bekanntmachungen
(Datum: 19. Mai 2009)
Informationen von Corry Welker
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An der Yale School of Public Health konnte eine Forschergruppe um Durland Fish an 30 verschiedenen Standorten der USA nachweisen, dass die Verschiebung der Jahreszeiten die Wahrscheinlichkeit erhöhen kann, nach einem Zeckenstich an Lyme-Borreliose zu erkranken. Bisher wusste man nur, dass der Klimawandel zur Vergrößerung des geografischen Verbreitungsgebietes von Zecken führen kann.
Quelle: Zecken durch Klimawandel gefährlicher: Verschiebung der Jahreszeiten macht Erreger hartnäckiger, Pressetext Austria.
Gatewood AG, Liebman KA, Vourc'h G, Bunikis J, Hamer SA, Cortinas R, Melton F, Cislo P, Kitron U, Tsao J, Barbour AG, Fish D, Diuk-Wasser MA., Climate and tick seasonality are predictors of Borrelia burgdorferi genotype distribution. Appl Environ Microbiol. 2009 Apr;75(8):2476-83. Epub 2009 Feb 27.
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Vortragsunterlagen zur Jahresversammlung 2009 in Tabarz, Deutsche Borreliose-Gesellschaft (Veranstaltungen 2006 - 2010).
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Jochen Süss, Olaf Kahl, X International Jena Symposium on Tick-borne Diseases (iJSTD), Weimar, 19-21 March 2009
- Scientific Programme,
- Posters (I, II).
- Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM): neue vorläufige Forschungs-Resultate bez. Zeckendurchseuchung und -stiche in den Niederlanden; Febr. 2009:
Das RIVM hat in 2007 und 2008 mit 300 Hausärzten bei circa 700 Teilnehmern die Daten bzw. Zeckenstiche + Sera untersucht. 42% der Personen stellten sich beim Arzt wegen EM vor und 58% wegen stattgefundener Stiche. Es wurden 323 bei den Teilnehmern entfernte Zecken untersucht. Die meisten davon waren Ix. ricinus-Zecken. 55% waren Nymphen; 44% adulte zecken und nur 1% war Larven.
Mit PCR wurde die Durchseuchung ermittelt. Bartonella und Mykoplasmen wurden hierbei nicht berŸcksichtigt:
| Borrelien | 22%, davon B afz 16%, Bgar 4%; Bbss 2%; B valais 1% |
| Rickettsien | 22% |
| Ehrlich/Anapl | 10% |
| Babesien | 4% |
| Min. 1 Infektion | 46% |
| Mehrfach infiziert | 12% |
| Mehrere Borr. Typen | 5% |
Man erwartet weitere die Enddaten gegen Ende 2009. Verbreitungs-Karte der Teilnehmer und Statistik
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Aktuelles zur chronischen Borreliose vom Borreliose-Centrum-Augsburg (BCA)
"In der deutschsprachigen medizinischen Literatur wird die Krankheit "Chronische Borreliose" noch gerne negiert bzw. als nicht heilbares "Post Lyme Syndrom" bezeichnet. Die dahinter stehende wissenschaftliche Meinung vertritt die Auffassung, dass die Borrelien durch eine Behandlung mit Antibiotika über 2-3 Wochen vollständig vernichtet werden. Sollten danach noch Beschwerden auftreten, so resultieren diese nicht von den Borrelien sondern z.B. von noch weiter wirkenden chronischen Entzündungen.
Diese Auffassung wird vom BCA und der Deutschen Borreliose-Gesellschaft nicht geteilt. Sie berufen sich in diesem Zusammenhang auf umfangreiche Studien der ILADS sowie eigene Erkenntnisse und Erfahrungen. Danach sind Borrelien recht "intelligente", fortbewegungsfähige Spiralbakterien, die es recht gut verstehen, sich der körpereigenen Immunabwehr als auch bestimmten Antibiotika zu entziehen. Evtl. haben Sie bereits davon gehört, dass Borrelien "persistieren", d.h. sich "tarnen" und "verstecken" können.
Die in der Deutschen Borreliose-Gesellschaft e.V. organisierten Ärzte und das BCA setzen auf eine Langzeitantibiose über mehrere Monate, evtl. auch mit wechselnden Präparaten. Diese Ärzte haben Erfahrung mit dem breiten Spektrum der Antibiotika und empfehlen Begleitmaßnahmen, um mögliche Nebenwirkungen der Antibiotika von Anfang an so weit als möglich zu kompensieren.
Die wissenschaftliche Unterlegung der vom BCA vertretenen Diagnostik- und Therapie-Konzepte stützt sich u.a. auf folgende Publikationen:
- Wirkungen der Langzeit-Antibiose bei chronischer Borreliose
Mit diesem Beitrag stellt sich das BCA der Diskussion um die Notwendigkeit und Berechtigung der Langzeit-Antibiose, gegenüber der gerade viele Hausärzte noch erhebliche Vorbehalte haben. Leider noch zu unbekannt im deutschsprachigen Raum sind klinische Studien aus den letzten Jahren, die den Erfolg dieser Langzeit-Antibiose beweisen. Zu diesem Zweck werden in diesem Beitrag beispielhaft die Ergebnisse des renommierten Prof. Dr. med. Sam T. Donta, dem Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten und Biomolekular-Medizin - Bereich Lyme-Borreliose am Boston University Medical Center, aus dessen Studie von 2003 mit 239 Lyme-Borreliose Patienten dargestellt. Diese Studie unterlegt die Berechtigung der vom BCA durchgeführten Langzeit-Antibiosen und dass die chronische Lyme-Borreliose ein zu behandelndes Krankheitsbild ist.
- Langzeit-Antibiotika-Therapie verbessert die persistierenden, mit Lyme-Borreliose verbundenen Symptome, Beitrag von Raphael B. Stricker M.D. (IDSA Vortrag 2006) - deutsche Übersetzung
- Fortschritte im Verständnis der Lyme-Krankheit - Diagnostische Hinweise und Richtlinien für die Therapie der Lyme-Borreliose und anderer durch Zecken übertragener Erkrankungen, Joseph J. Burrascano M.D. (ILADS, 16. Ausgabe, 2008) - deutsche Übersetzung
Bücher/Dokumente:
- Empfehlungen der Deutschen Borreliose Gesellschaft e.V. (Stand April 2008).
- Das sehr verständlich und übersichtlich geschriebene Buch "Krank nach Zeckenstich - Borreliose erkennen und wirksam behandeln" von Dr. med. Petra Hopf-Seidel (ISBN 978-3-426-87392-2 / Preis: 9,95 Û / Droemer Knaur; Auflage: 1 (9. Juni 2008)).
- Noch ausführlicher und grundlegend für den ganzheitlichen Therapieansatz sind die Ausführungen im englischsprachigen Buch "The Lyme Disease Solution" von Kenneth B. Singleton M.D., M.P.H. (ISBN 978-1-934812-00-6 / Brown Books, Dallas)."
(Datum: 3. März 2009)
Mitgliederversammlung der Deutschen Borreliose-Gesellschaft am 20. März 2009, 16:40 Uhr, in Tabarz zwischen Eisenach und Gotha. Auf der Tagesordnung steht eine Satzungsänderung (Vortragsprogramm)
(Datum: 13. February 2009)
Pauliina Hartiala, Immune evasion by Borrelia burgdorferi |